Veränderungskommunikation


Unsere übliche Vorstellung der Kommunikation ist von der Sender-Empfänger-Metapher geprägt:

 

  • Worte und Sätze haben inhärente und objektive Bedeutungen, die von Kontexten und Sprechern unabhängig sind
  • Der Sender weiß genau, was er senden möchte
  • Alle Gesprächsteilnehmer verstehen die Botschaft in gleicher Weise.

Der Einfluss unterschiedlichen Situations- und Weltwissens, unterschiedlicher Erfahrungen, Sprecherintentionen und Hörererwartungen wird nicht berücksichtigt oder als unbedeutend betrachtet.


Diese Annahmen sind in klaren und vertrauten Kontext unproblematisch, bei komplexeren Themen und sozialer Komplexität sind diese Annahmen jedoch falsch. Hier findet sich ein Nebeneinander von verschiedensten übereinstimmenden und sich widersprechenden Absichten, Gefühlen, Vorstellungen und Identitäten. Jede dieser komplexen sozialen Konstellationen ist einzigartig und entzieht sich einfachen Regeln.


Kommunikation in komplexen Veränderungen erfordert deshalb die Bereitschaft sich mit den anderen Beteiligten auseinanderzusetzen und um gemeinsame Bedeutung und Ausrichtung zu ringen. Dabei geht es auch um Macht, Identität, Anerkennung und Werte. Die Arbeit daran ist der eigentliche Kernprozess von Führung.