Adaptive Change


Das Verständnis von Veränderungsprozessen als adaptive Change wurde durch unseren Kollegen und Beirat Richard Pascale in unsere Arbeit eingeführt. Es geht auf die Unterscheidung zwischen technischen und adaptiven Herausforderungen zurück, die erstmals von dem Harvard Dozenten Ron Heifetz beschrieben wurde.


Der traditionelle Führungsansatz hat seine Wurzeln im „technischen", d.h. rationalen, ingenieursmäßigen Denken. Mit dieser Art Denken wurden gewaltige Fortschritte erreicht.


Heute werden Führungskräfte allerdings verstärkt konfrontiert mit „adaptiven" Herausforderungen, verursacht durch:

 

  • die soziale, politische Dimension, die jede große Veränderungsmaßnahme unvermeidlich mit sich bringt
  • die organisatorische Komplexität der Arbeit in globalen Wertschöpungsketten
  • die Notwendigkeit sich anders zu verhalten


Adaptiven Herausforderungen mit dem traditionellen Führungsansatz zu begegnen führt nicht zum Erfolg:

 

»Tatsächlich ist die wesentlichste Ursache für das Versagen von Leadership, welche wir sowohl in der Politik, der Wirtschaft als auch bei NGOs identifizieren konnten, der Umstand, dass die Beteiligten Menschen und insbesondere diejenige mit Führungsverantwortung die adaptiven Herausforderungen behandeln, als wären es technische Probleme.«

Ron Heifetz


Um Unternehmensprogramme, wie Verbesserungsinitiativen, M&A, Innovationsprojekte oder internationale Expansion erfolgreich umzusetzen, müssen sich die verantwortlichen Führungskräfte dem „adaptiven" Charakter dieser Veränderungen stellen und dafür passende Ansätze neu erfinden.


Fallstudie "Adaptive Herausforderungen im Flugzeugbau"